Mona Stocker

Die Schottenkirche St. Jakob in Regensburg

Skulptur und stilistisches Umfeld

Der Skulptur der herausragenden romanischen Schottenkirche in Regensburg und ihrem Kreuzgang ist erstmals ein komplette Buchpublikation gewidmet. Der reiche bauplastische Bestand wird ausführlich gewürdigt und in ein europäisches Bezugsfeld gestellt. Aufgrund der behandelten baugeschichtlichen Fragen sowie des opulenten Abbildungsteils stellt der vorliegende Band ein den aktuellen Forschungsstand repräsentierendes Kompendium dar. Es ist gleichermaßen für Mediävisten wie für Liebhaber der Romanik unverzichtbar.
Die Schottenkirche St. Jakob in Regensburg zählt zu den herausragenden Monumenten der deutschen Romanik. Ihr einmaliges Schottenportal ist weit berühmt. Entstanden ist der Bau im dritten Viertel des 12. Jahrhunderts, als das von irischen Mönchen gegründete Benediktinerkloster seine Blütezeit erlebte.
Dass der wenig beachtete, heute nur mehr in spärlichen Resten vorhandene Kreuzgang einst zu den bedeutendsten Kreuzgängen des Stauferreichs gehörte, machen die umfangreiche, komplett fotographisch dokumentierte Fragmentsammlung sowie eine sorgfältige Rekonstruktion deutlich.

Der für die damalige Zeit in Stadt und Region verblüffende Reichtum der bauplastischen Zier von Kirche und Kreuzgang ließ schon oft die Vermutung laut werden, dass hier externe Einflüsse wirksam gewesen waren. Im vorliegenden Band wird durch zahlreiche und stets bildlich belegte stilkritische Vergleiche erstmals anschaulich gemacht, dass die Regensburger Schottenmönche über die aktuellen Bauunternehmungen in Irland und im Rheinland in einem bislang nicht bekannten Ausmaß umfangreiche Kenntnisse und Informationen besaßen.
Allerdings werden diese Kenntnisse in Regensburg ganz eigen kombiniert und umgesetzt. Die Jakobskirche und nicht zuletzt ihr Kreuzgang dienten wiederum späteren Bauunternehmungen als Inspirationsquelle.
Um die Tätigkeit der fünf für St. Jakob ermittelten Bildhauerwerkstätten in eine chronologische Reihe bringen zu können, erfuhr auch die Baugeschichte von Kirche und Kreuzgang entsprechende Berücksichtigung, was zahlreiche überraschende neue Ergebnisse zu Tage brachte.
Zum Autor
Mona Stocker, Dr. phil., geboren 1971. Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Volkskunde an den Universitäten Passau, Bonn und Regensburg.
1996 Magisterarbeit über Regensburger Medaillen auf die Kaiser Maximilian II. und Rudolph II. 2001 Promotion an der Universität Regensburg. Langjährig an Projekten des Historischen Museums Regensburg beteiligt.
Sprache:deutsch
Bandzählung:12
Auflage:1
Beigaben:12 Grundrisse , 544 s/w Illustrationen
Einbandart:Leinen fadengeh. m. Schutzumschlag
Seitenzahl:432
Format:17,5 x 24,5 cm
Gewicht:1239 g
Lieferbarkeit:Vergriffen
ISBN:978-3-930480-56-2