Michael Wackerbauer

Die Musikinstrumente im Historischen Museum der Stadt Regensburg

Zweitausend Jahre Geschichte lassen sich in der Welterbe-Stadt Regensburg nicht nur an der einzigartigen Bausubstanz des Altstadt-Ensembles eindrucksvoll nachvollziehen. Auch in einem besonders attraktiven Sammlungszweig des Historischen Museums werden sie lebendig: in der Sammlung der Musikinstrumente, die von der römischen Syrinx (Panflöte) bis zu mechanischen Musikautomaten vom Beginn des 20. Jahrhunderts reicht.
Mit ungewöhnlichen technischen Entwicklungen wie etwa dem Tangentenflügel, dem Glasplattenklavier oder den raffiniert konstruierten Arion-Harfenzithern erschlossen Instrumentenbauer aus Regensburg und dem benachbarten Stadtamhof in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder neue Klangwelten. Innovationsgeist und höchstes handwerkliches Geschick verhalfen vor allem Streich-, Zupf- und Tasteninstrumentenbauern zu hohem Ansehen. In der Sammlung des Historischen Museums lässt sich schwerpunktmäßig der lokale und regionale Instrumentenbau anhand zahlreicher Instrumente hervorragender Meister nachvollziehen, zu denen etwa die von Louis Spohr geschätzten Geigenbauer Buchstetter, der international renommierte Zitherbauer Kerschensteiner oder die Dynastie der Späth & Schmahl zählen, deren berühmte Tasteninstrumente von Mozart gerühmt wurden. Daneben finden sich Instrumente aus dem süddeutschen, österreichischen und böhmischen Raum, mehrere Orgeln, seltene Volksmusikinstrumente und manch exotisches Unikat. Trombe marine, Trommeln, Pauken und Blasinstrumente verweisen auf die Geschichte lokaler Institutionen von der Antike bis zur Neuzeit. Mit dem reich bebilderten Katalogband wird die wertvolle Sammlung erstmals wissenschaftlich beschrieben und zugleich ein sehr reizvoller Aspekt Regensburger und mitteleuropäischer Musikgeschichte dargestellt.
Rezensionen
"Wackerbauer dokumentiert in seinem Buch sorgfältig einen Bestand, der erahnen lässt, welche Bedeutung der einst blühende Instrumentenbau für die Musikstadt Regensburg hatte. (...) Autor und Fotograf bleibt das Verdienst, den Bestand in toto erfasst und zumindest in dieser Form vor dem gänzlichen Vergessen bewahrt zu haben." (Mittelbayerische Zeitung)

„Es liegt hiermit nun ein richtungsweisend ausgestatteter Inventarband samt bestmöglich aufbereiteter Einführung (40 S.) im handlichen B5-Format vor, der jedem Instrument 1-2 Seiten mit Inv.-Nr., genauer Beschreibung, Maßen, Zustand, Herkunft sowie Quellen und z. T. entlegener Literatur einräumt; zudem vermitteln i. d. R. je zwei qualitätvolle farbige Groß- und Detailansichten (z.B. Einklebezettel) der Sache dienlichsten Eindruck, wie es bisher kaum in vergleichbaren Büchern der Fall war. So manch verborgener Schatz und exotische Rarität dürfte das Herz eines jeden (Nicht-)Musikers höher schlagen lassen, der sich für Kunst, Instrumentenkunde, Stadtforschung, Kulturgeschichte, früheres Musikleben oder alte Handwerkstechniken fasziniert. Das Unterfangen von Gutzeit couragierter Arbeit wird als - trotz spezieller Ausrichtung - gerade eben aufgrund ausgeprägter Forschungsleistung und attraktiven Layouts einem relativ großen Nutzerkreis gerecht.“ (Forum Musikbibliothek)

"Mit dem reich bebilderten Katalogband wird die wertvolle Sammlung erstmals wissenschaftlich beschrieben und zugleich ein sehr reizvoller Aspekt Regensburger und mitteleuropäischer Musikgeschichte dargestellt." (U.Mail. Regensburger Universitätszeitung)

"Der empfehlenswerte Bestandkatalog von Michael Wackerbauer gibt einen Überblick über das Regensburger Instrumentenbau-Handwerk, beschreibt die einzelnen Objekte, zeichnet die Biographien ihrer Hersteller nach und gibt dem Leser nützliche Verzeichnisse an die Hand." (Sänger & Musikanten, Zeitschrift für musikalische Volkskultur)

"Dieses [...] Buch ist in Text und Bild anspruchsvoll und ansprechend gestaltet und kann sich neben dem Katalog manch bedetutender Instrumentensammlung sehen lassen." ( Toccata / alte Musik aktuell)
Zum Autor
Michael Wackerbauer, geboren in Regensburg, studierte Physik (Diplom im Bereich der Halbleiterphysik) und Musikwissenschaft (Promotion mit einer Studie zur groß besetzten Kammermusik für Streicher im 19. Jahrhundert) an den Universitäten Würzburg und Regensburg. Langjährige künstlerische Tätigkeit als Violoncellist. Seit 1997 zahlreiche Projektverträge beim Theater Regensburg (Sinfoniekonzerte des Philharmonischen Orchesters, Musiktheater, Schauspiel). 1998 Mitbegründer der Regensburger Musikzeitschrift Mälzels Magazin. Seit 2000 Lehrbeauftragter am Institut für Musikwissenschaft der Universität Regensburg. Seit 2002 Redakteur bei der neuen musikzeitung. Derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Musikwissenschaft der Universität Regensburg mit dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojekt "Bruchlinien und Kontinuitäten. Die Donaueschinger Musikfeste von 1921 bis 1950".
Sprache:deutsch
Bandzählung:18
Auflage:1
Beigaben:31 s/w Illustrationen, 341 farb. Illustrationen
Einbandart:Efalin fadengeheftet mit Schutzumschlag
Seitenzahl:304
Format:17 x 24 cm
Gewicht:1001 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
ISBN:978-3-86845-029-3
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